Blauhelm-Einsatz im Hasengehege

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Nordflügel

Manchmal gibt es Leute, die man einfach einfach nicht ausstehen kann. Da ist es ganz egal, was der andere macht: Eine falsche Bewegung, ein blöder Satz an der falschen Stelle kann einen schnell zur Weißglut bringen. Nicht anders läuft das im Hasengehege: So befand sich eine noch recht junge wildfarbene Häsin schon seit längerem in einer Privatfehde mit »Karamellwolke«, unserer sehr rüstigen mehrfachen Großmutter. Dass die beiden hin und wieder aneinander gerieten, hatten wir schon beobachtet. Bis vorgestern sahen die kleinen Rangeleien aber aus wie ganz normale Auseinandersetzungen, um die Rangordnung in der Freilauf-Gruppe im Südgehege zu klären.

Am Wochenende kam aber der Schock: Verschüchtert und völlig verängstigt saß Karamellwolke unter einem Holzverschlag im Gehege. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass sie bei einem der Rangordnungskämpfe eine tiefe Scharte im linken Ohr davon getragen hatte.

Nach kurzer Beratung einigten wir uns auf die Flucht nach vorn: In aller Eile und mit einem ganztägigen Großbaueinsatz in der brütenden Hitze stellten wir endlich das Nordgehege fertig, das schon so lange in der Planung ist aber bisher aus verschiedenen Gründen nicht fertig wurde.

Der Einsatz hat sich gelohnt, der Frieden ist wiederhergestellt und die Streithähne leben glücklich in ihren neuen Gruppen, durch die große Scheune weiträumig voneinander getrennt.

Karamellwolke wohnt jetzt übrigens im Mehrgenerationenhaus: Neben ihrer Tochter Tilly sitzt auch ein entmannter Enkel mit im Gehege. Und tatsächlich funktionieren die Familienbande super. In der neuen Zusammenstellung sind alle Hasen extrem entspannt und sichtlich zufrieden.


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