Eugen hat die Haare schön.

Heute möchte ich mal wieder einen unserer Mitarbeiter vorstellen: den Eugen.

Ein überaus freundlicher und ruhiger Zeitgenosse mit einer tollen ausgefallenen Haarfarbe, die nennt sich in der Kaninchenzüchterfachsprache „Gelb“. So richtig gelb ist das Fell natürlich nicht, eher ein zarter Creme-Ton mit leicht rötlichen Spitzen.

 

 

 

Eugen ist einer unserer 4 nicht-kastrierten Rammler, die aus leicht nachvollziehbaren Gründen leider in Einzelappartements leben müssen. Damit es ihnen dort jedoch nicht langweilig wird, dürfen sie im täglichen Wechsel für ein paar Stunden frei über das Grundstück flitzen. Dieses Angebot wird zwar gerne angenommen, allerdings ist der Erkundungsradius der Herren nicht sehr groß und beschränkt sich fast ausschließlich auf Stipp-Visiten an den Gehegen mit Damenbesetzung.

 

 

Auch Eugen, hier auf dem Foto nach einer Schur, rast bei Freigang von einer Gruppe zur nächsten, guckt nach dem Rechten, erfährt alle kaninchenrelevanten Neuigkeiten – und markiert sein Revier! Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob diese Ausflugsmöglichkeiten wirklich so positiv für die Rammler sind….sie sind nach 3 Stunden aufregendem Freigang jedes Mal fix und fertig. Womöglich verkürzt dieses Angebot die Lebenserwartung, macht das Leben als Woll-Lieferant aber vermutlich deutlich spannender! 😉

Eugen hat übrigens, neben der seltenen Haarfarbe auch eine besonders schicke Frisur. In ihm dürfte britisches Kaninchenblut fließen, die Englischen Angoras haben typgemäß ganz besonders viel Bewuchs am Kopf und den Beinchen. Eigentlich gefällt mir das nicht so gut, mir ist es lieber, wenn diese Stellen nicht so stark bewachsen sind, um dem Tier bei voller Wolle mehr Bewegungsfreiraum zu lassen. Und genau diese Behinderung durch zuviel Wolle wurde mir kürzlich sehr deutlich vor Augen geführt.

Da Eugen die Wege zwischen den Damengehegen genau kennt, flitzt er wie der Blitz um alle Ecken. Mit voller Wolle sogar anscheinend im Blindflug. Bei dieser Fotosession hatte ich mich mit der Kamera ausgerechnet mitten auf seiner Rennstrecke platziert und offenbar konnte er zwar seitlich gut sehen, aber eben vorne nüscht mehr. Das obige Foto entstand Sekundenbruchteile vor dem Zusammenstoß mit der Kamera!

Ich bin vermutlich mehr erschrocken als der Hase, der das gewöhnt zu sein schien. Habe dann natürlich umgehend nachgebessert und das Pony gekürzt….zukünftig sollte er unfallfrei unterwegs sein!

😉


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